GTW vergibt Wissenschaftspreis 2012

Die Arbeitsgemeinschaft Gewerblich-Technische Wissenschaften und ihre Didaktiken (gtw) in der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e. V. (GfA) zeichnet alle 2 Jahre wissenschaftliche Arbeiten aus, die wichtige Beiträge zur Entwicklung des Erkenntnisstandes in den gewerblich-technischen Wissenschaften und ihren Didaktiken leisten. Im Rahmen ihrer Herbstkonferenz 2012 in Flensburg wurde der von FESTO gesponserte Wissenschaftspreis „Gewerblich-technische Wissenschaften“ an drei Preisträger verliehen. Ausgewählt wurden Studienabschlussarbeiten, die einen thematischen Schwerpunkt im Bereich der Arbeits-, Bildungs- und Technikwissenschaften haben. Insgesamt wurden über zehn Arbeiten mit durchweg sehr gutem Ergebnis aus unterschiedlichen Hochschulen in die engere Wahl genommen.

gtw-Wissenschaftspreis 2012 - Die Preisträger

gtw-Wissenschaftspreis 2012 - Die Preisträger

Vergabe des gtw-Wissenschaftspreises 2012 in Mäder’s Restauration anlässlich der gtw-Herbstkonferenz an der Universität Flensburg (von links: gtw-Sprecher Prof. Dr. Matthias Becker, gtw-Preisträgerin Ella Erlenbusch, gtw-Preisträger Björn Buchweitz, gtw-Preisträger Sebastian Mayer, FESTO-Vertreter Dr. Axel Dumrath, gtw-Sprecher Prof. Dr. Georg Spöttl)

Nach Beratung und Beschlussfassung einer von der gtw gebildeten Auswahlkommission*) wurden die folgenden Arbeiten ausgezeichnet:

Preisträger 2012:

  • Ella Erlenbusch: „Entwicklung von Kriterien zur Farbordnung – Bedarf das Natural Color System einer Modifizierung?“
    Examensarbeit an der Bergischen Universität Wuppertal in der beruflichen Fachrichtung Gestaltungstechnik (Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik)
    (Betreuer: Prof. Busmann, Bergische Universität Wuppertal)
  • Björn Buchweitz: „Instandhaltung als zentrales Handlungsfeld von Industriemechanikerinnen/ Industriemechanikern: Zur Umsetzung der instandhaltungsspezifischen Lernfelder für den Berufsschulunterricht“
    Masterarbeit an der Universität Flensburg in der beruflichen Fachrichtung Metalltechnik (Betreuer: Prof. Schlausch, Universität Flensburg)
  • Sebastian Mayer: „Kennzeichnung des Ausbildungs- und Unterrichtsverfahrens „Berufsbezogene Projekte“ unter Berücksichtigung betrieblicher Arbeits- und beruflicher Lernprozesse – demonstriert an ausgesuchten Beispielen“
    Examensarbeit an der Technischen Universität Dresden in der beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik (Betreuer: Prof. Hartmann, TU Dresden)

Neben der Exzellenz der Arbeiten war Entscheidungskriterium u. a. auch der Aspekt, dass durch die ausgewählten Arbeiten charakteristische Arbeits- und Forschungsschwerpunkte der gewerblich-technischen Wissenschaften und ihrer Didaktiken repräsentiert werden. Das als „Einschlägigkeit“ benannte Kriterium ist nach Auffassung der gtw insbesondere in Hinblick auf die Bildungsbedeutsamkeit von Analysen betrieblicher Arbeitsprozesse und gewerblicher Technikfelder zu gewichten. Die ausgezeichneten Arbeiten befassen sich in diesem Sinne mit dem gesamten Spektrum aus stärker technikwissenschaftlichen, berufswissenschaftlichen und berufsdidaktischen Themenstellungen.

Besonderer Dank der gtw geht an die Firma FESTO, mit der sich ein namhafter Technologie- und Lehrmittelhersteller bereit gefunden hat, die Preisverleihung finanziell zu unterstützen. Der gtw-Wissenschaftspreis wird regelmäßig im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Herbstkonferenzen vergeben.

Die gtw ruft alle Absolventen eines gewerblich-technischen oder berufspädagogischen Studiums sowie Promoventen deutschsprachiger Universitätsstandorte auf, sich in Zukunft noch zahlreicher mit Vorschlägen exzellenter und innovativer Dissertationen und Studienabschlussarbeiten (Staatsexamens-, Diplom- und Masterarbeiten) an dem Auswahlverfahren zu beteiligen. Gutachter und Betreuer von geeigneten Arbeiten ab Mitte 2012 werden jetzt schon gebeten, auf den gtw-Wissenschaftspreis 2014 hinzuweisen.

*)   Prof. Dr. Matthias Becker, Uni Flensburg (GTW-Sprecher); Prof. Dr. Martin Hartmann, TU Dresden; Prof. Dr. Jörg-Peter Pahl, TU Dresden; Prof. Dr. Joseph Pangalos, TU Hamburg-Harburg; Prof. Dr. Georg Spöttl, Uni Bremen (GTW-Sprecher)